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Semana Santa


von Andavida
09.10.2003, aktualisiert am 09.10.2003, 08:41 Uhr


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In der Karwoche erinnern sich die gläubigen Spanier an den Leidensweg Christi und bringen ihren Schmerz darüber zum Ausdruck. Die Woche wird ehrfürchtig gefeiert wi in keinem anderen Land.

Mit Kapuzen wie man vom Kluklux Clan her kennt, ziehen die Bruderschaften in Prozessionen durch jede Ortschaft. Langsam und rhythmisch werden die heiligen Figuren durch Straßen und Gassen getragen.

Oft sind es besonders die Prozessionen, welche durch die kleinen Orte führen und die man somit hautnah erleben darf und einen besonders berühren. Die Glaubensfreiheit sei hier besonders betont. Es ist ein besonders religiöses und kulturelles Ereignis. Eine der schönsten und größten Karwochen betreibt man in Sevilla, sagt man.

Im 13. Jahrhundert schlossen sich die verschiedenen Berufsgruppen zu Gremien zusammen, ähnlich den Gilden und Zünften in Deutschland (z.B. Schuster, Weber, Barbiere, etc.). Diese Gremien demonstrieren ihren Glauben durch karitative Festivitäten, also Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Diese Gremien unterstützen finanziell die religiösen Bruderschaften und arbeiten eng mit ihnen zusammen. Bruderschaften betreiben vor allem Krankenhäuser und Hospitäler. Sie beerdigten aber auch die Toten.

Noch heute beweisen die Bruderschaften ihren Glauben durch das zum Teil stundenlange Tragen der Bahren mit den verschiedenen heiligen Figuren durch die Stadt. Es spielen sich teilweise dramatische Szenen ab und es ist faszinierend zu beobachten und die Stimmung einzufangen.

Von Palmsonntag an finden täglich Prozessionen statt. Mit der Auferstehung Jesu am Ostersonntag enden schließlich die Feierlichkeiten. Es ist übrigens immer der 17. Sonntag nach Weihnachten!


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