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Das Ausmaß des Tourismus in Andalusien


von Felix Boller
01.02.2004, aktualisiert am 01.02.2004, 14:51 Uhr


Stimmenanzahl: 20 - Durchschnittliche Wertung: 3.70 ()


Nach Bürgerkrieg und zweitem Weltkrieg war Andalusien eine Entwicklungsregion, arm und rückständig. 50% arbeiteten in der Landwirtschaft, meist als temporär beschäftigte Landarbeiter. Im Norden brachte die Industrie einen relativen Wohlstand, in Andalusien war die Bevölkerung verarmt. Die vorhandene, bescheidene Industrie war fast ausschließlich auf die Landwirtschaft ausgerichtet: Landmaschinenbau und -reparatur, Getreide und Futtermühlen, Olivenölmühlen, Mühlen mit Backwarenherstellung, Weinkeltereien (Jerez, Motrilla), Wurst und Fleischfabriken.

Der Tourismus brachte die Wende. Heute ist die andalusische Wirtschaft völlig vom Tourismus abhängig. 19 Millionen der 45 Millionen, die 1998 nach Spanien einreisten, gingen nach Andalusien. 17,5% der Bevölkerung und 37% der Touristen, also eindeutig die wichtigste Touristenregion Spaniens. Von 1987 bis 1997 hat die Zahl der Fremdenbetten von 187'000 auf 313'000 zugenommen, also um zwei Drittel zugelegt. Mit 45% ist auch der Anteil der Hotelbetten an der Gesamtzahl hoch, was eine große Wertschöpfung vermuten lässt.

Wertschöpfung der Sektoren 1998 in Prozenten: Landwirtschaft 5
Industrie 20
Bau 13
Dienstleistung 62
davon Tourismus 46
davon übrige 54

Wenn wir noch berücksichtigen, dass die lokale Kleinlandwirtschaft durch den Absatz an die Touristen einen neuen Aufschwung erlebte und viele Bauvorhaben nur wegen des Tourismus ausgeführt werden, erhöht sich die Bedeutung noch.




Kommentare zu diesem Artikel

Am 31.01.2007 schrieb cornholio arschlocho (pipikaka)
Ich bin im jahr mindestens 2 mla in spanien in andalusien, die leute sind sehr nett, aber es gibt zu viele von diesen leuten, die ihren müll überall liegen lassen, die die netten einwohner belästigen und ausnutzen...man sollte etwas dagegen tun!!!

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