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Allgemeines über Andalusien


von (Die Autorin ist Andavida bekannt)
11.02.2004, aktualisiert am 11.02.2004, 15:33 Uhr


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Die autonome Region Andalusien (von arab. al-vandaluz = Land der Wandalen) ist die südlichste der autonomen Gemeinschaften des Königreichs Spanien und deckt sich annähernd mit der gleichnamigen historischen Landschaft.
Zu ihr gehören die acht Provinzen Jaén, Córdoba, Sevilla, Huelva, Cádiz, Málaga, Granada und Almería, die insgesamt eine Bodenfläche von 87268 km 2 einnehmen, etwa ein Fünftel von Gesamtspanien. Andalusien ist somit nach Castilla-León die zweitgrößte autonome Gemeinschaft Spaniens.

Der westliche Teil Andalusiens - auch Niederandalusien genannt - um das Becken des Guadalquivir, dem größten Fluss der Region, der nördlich von Cádiz in den Atlantik mündet, ist flach bis hügelig. Die aus maritimen Sedimenten entstandene Landschaft dehnt sich in langgezogener Dreiecksform zwischen der Sierra Morena im Norden und den hochandalusischen Gebirgen im Süden aus. Die Grenze zu Portugal markiert nach Westen der Río Guadina. Hier beginnt die Costa de la Luz, die atlantische Küste Andalusiens. Sie reicht bis zur Südspitze des europäischen Festlandes, wo sich in der nur 14 km breiten Meerenge von Gibraltar Atlantik und Mittelmeer begegnen. Dieser Teil Niederandalusiens ist von breiten Dünenstreifen und schier endlosen Badestränden geprägt. Nördlich davon sind die `marismas´, das Marschengebiet, charakteristisch. Dem Küstenstreifen schließt sich längs der Ufer des Guadalquivir die Campina an, das wellige Hügelland, wo im Sommer die Temperaturen oft über 40° C liegen. Hier liegt Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, genauso wie Córdoba, ein der bedeutendsten maurisch geprägten Städte der Region. Im Osten der Provinz Jaén schließt die 250 km lange Hochebene der Loma de Úbeda Niederandalusien ab. Dieser Landschaftsstrich ist durch sanftgeschwungene Hügel mit reichen Getreidefeldern und Olivenplantagen gekennzeichnet.

Im Osten schließt sich Hochandalusien an, das vom Andalusischen Faltengebirge - auch Betische Kordilleren genannt - durchzogen wird. Diese Kette von Gebirgsstöcken zieht sich von Gibraltar in Richtung Nordosten bis zum Kap de la Nao und schützt die südlichen Küstengebiete vor den kalten Nordwinden. Die Sierra Nevada ist der bekannteste und höchste Teil des gesamten Faltengebirges ( mit dem Mulhacén, dem höchsten Gipfel Spaniens mit 3481 m ü.d.M.). Im Westen dominieren die Kalk- und Tonschieferberge die `Masse von Málaga, die mit der Jurakalklandschaft des Torcal de Antequera eine der beeindruckendsten Gebirgslandschaften Spaniens vorweisen kann.
In der Sierra de Alhamilla (2242 m ü.d.M.) befindet sich das einzige natürliche Wüstengebiet Europas. Zwischen den Hauptgebirgszügen ist die Innerbetische Beckenflucht eingesenkt. Es handelt sich um das Hochbecken von Antequera, die fruchtbare Zentrallandschaft der Vega von Granada und außerdem um die Becken von Guadix und Baza.
Von Gibraltar an zieht sich die andalusische Mittelmeerküste, die Costa del Sol, nach Nordosten und schließlich nach Osten, wo sie sich bei Almería als Costa de Almería wieder nach Nordosten wendet und südlich von Aguillas die Grenze zur Region Murcia erreicht.




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