Andalusien Startseite > Ratgeber > Kultur & Veranstaltungen > Ferias, Romerias, Semana Santa - die wichtigsten Feierlichkeiten Montag, 06.02.2012  
Inhaltsverzeichnis - Kontakt

Kategorien
Ratgeber
Immobilien, Arbeit, Freizeit ...
Kleinanzeigen
Immobilien, Kontakte, Jobs ...
Reiseplanung für Andalusien
Ferienwohnungen in Andalusien, Hotels, Reiseveranstalter für Andalusien ...
Specials
Wetter in Andalusien, Photogalerien, Autovermietung, Hilfesystem ...
Webverzeichnis
Restaurants, Sprachreisen, Städte ...

Mitglieder
Einloggen
Passwort vergessen?
Als Mitglied registrieren

Ferias, Romerias, Semana Santa - die wichtigsten Feierlichkeiten


von (Die Autorin ist Andavida bekannt)
11.02.2004, aktualisiert am 11.02.2004, 15:43 Uhr


Stimmenanzahl: 10 - Durchschnittliche Wertung: 1.90 ()


Das `Land der hundert Feste´ wurde Andalusien genannt. Es ist erstaunlich mit welcher Leichtigkeit im südlichen Spanien Wallfahrten begangen werden, religiöse Prozessionen abgehalten werden und wie `ferias´ gefeiert werden. ,,Ein Volk, das viel leidet, singt auch viel." Sagt ein andalusisches Sprichwort. Die Andalusier besitzen die Gabe jede kleine Alltagsausnahme für ihre `fiesta´- Stimmung zu nutzen.


Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Feierlichkeiten:

Semana Santa

Die Semana Santa entstand im 16. Jahrhundert, als die katholische Kirche beschloss der Bevölkerung die Passion Christi auf einfache Art und Weise näher zu bringen. Heiligenfiguren wurden von bedeutendsten Künstlern aus Holz geschnitzt, welche dann mit Seidengewändern vor den Prozessionen hergetragen wurden. Der Realismus dieser Darstellung machte tiefen Eindruck auf die Zuschauer. Noch heute organisieren über 50 Laienbrüdergemeinden die Semana Santa in Sevilla.
Jede Bruderschaft besitzt eigene Embleme, Farben, Kostüme und Figuren, bei deren Tragen auf jeden einzelnen Mann etwa 100 kg entfallen.
Die Semana Santa beginnt eine Woche vor Ostern am Palmsonntag. Am Karfreitag erreicht die Zeremonie ihren Höhepunkt. Die Figuren werden tagsüber wie auch nachts auf festgelegten Routen durch die Stadt getragen. Die Schlusszeremonie findet in der Nacht von Karfreitag auf Ostersamstag in der Kathedrale statt. Am Ostersamstag bildet eine Prozession mit einer einzelnen trauernden Maria den Abschluss.
Zwei Düfte beherrschen in diesen sieben Tagen die Stadt und führen gleichsam in eine scheinbare Unvereinbarkeit von Gegensätzlichem ein: Weihrauch und Orangenblüten. Im ersten wird die Passion Christi und im zweiten der Festcharakter und das Wiederaufwachen des Frühlings ausgedrückt.
In der andalusischen Karwoche sind der Leidensweg Christi und die Feier seiner Auferstehung ein räumliches Nebeneinander, bei dem sich auch das Mit-Leiden und Buße-Tun teilweise mit höchst weltlichen Äußerungen von Lebensfreude und Ausgelassenheit vermischen.
Die Straßen vieler Dörfer und vor allem der großen Städte verwandeln sich in eine riesige Bühne mit Tausenden Zuschauern auch vielen Touristen. Die Semana Santa Sevillas ist die prächtigste und berühmteste.

Die `feria´ - Das große Sommerfest

Die ´ferias´ haben ihren Ursprung in den seit dem 19 Jh. Stattfindenden Viehmärkten. Die Bauern versammeln ihre Tiere in den Städten und Dörfern, um sie zu verkaufen. Die Märkte entwickelten sich im Laufe der Zeit zum Ort der Begegnung, des gemeinsamen Feierns, gaben aber auch Raum und Bühne für die Repräsentation von Status und Reichtum.
Heute steht nur noch der `fiesta´-Charakter im Mittelpunkt, auch wenn die Festtrachten und die berittenen `senoritos´ noch immer die alten Zeiten wiederspiegeln.
Tagelang wird den ganzen Tag und die halbe Nacht hindurch gegessen, getrunken und getanzt. Der Alltag scheint während dieser Zeit für die Andalusier stillzustehen.

´Romerías´ - fest-fröhliche Pilgerumzüge

In fast jedem andalusischen Dorf wird mindestens einmal im Jahr ein ´Romería´ veranstaltet. Diese nach der Stadt Rom benannten Wallfahrten führen zu meist außerhalb der Dörfer und Städte mitten in der freien Landschaft liegenden kleinen Kapellen oder Kirchen, die dort wegen vor Jahrhunderten geschehenen Marienerscheinungen oder sonstiger Wundertaten errichtet wurden. Über Spaniens Grenzen hinaus bekannt ist die Marienfahrt zum Heiligtum von El Rocío.
Die Pilger kommen in den schönsten Trachten meist zu Pferd.




Kommentare zu diesem Artikel

Am 10.05.2006 schrieb Michael
könnt ihr auch was über die Feste der Schutzheiligen und die Folkloren sagen pls

Kommentar schreiben

Ihr Name *
Inhalt *
 Um Spam zu reduzieren werden Kommentare erst nach deren Überprüfung veröffentlicht.
 



Diesen Artikel bewerten

Bitte bewerten Sie diesen Artikel. Ein langer Balken steht für "sehr gut", ein kurzer für "schlecht".


Service

Leserbrief schreiben
Versand des Artikels per Email an Freunde und Bekannte
Druckerfreundliche Version
Zum Seitenanfang
© 2003 - 2011 Andavida - AGB - Impressum - For Sale By Owner - Online Apotheke