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Sherry - Nur aus Andalusien


von Mike Steinhauer
25.03.2004, aktualisiert am 29.03.2004, 09:31 Uhr


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Nach dem Beitritt Spaniens in die EU im Jahre 1986, dauerte es 10 Jahre bis am 1. Januar 1996 dem Sherry der exklusive Gebrauch seines Namens in Europa zurückgegeben wurde.

Seitdem dürfen sich nur noch Erzeugnisse "Sherry" nennen, die in der Sherry Region mit den Zentren Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und Puerto de Santa Maria produziert werden.

Dies nach einem Jahrzehnte langen Missbrauch des Namens Sherry, der durch Unachtsamkeit und den Verkauf von minderen Produkten gefördert wurde. Das Ergebnis war eine Überproduktion in den Weinbergen rund um Jerez. Um dem Abhilfe zu verschaffen wurden seit 1990 kontinuierlich zweitrangige Rebstöcke abgerodet und somit die Anbaufläche von damals 17500 Ha auf Aktuelle 10600 Ha reduziert.

Nach heutigem Stand sind nur 3 Rebsorten von ehemals 42 aufgelisteten aus dem Jahre 1868 zur Sherry Produktion zugelassen. Dazu gehören die Sorten Palomino (95 % der Rebfläche), Pedro Ximénez und Muscat of Alexandria. Die heute zugelassen Reben sind seit dem Reblausbefall in Jerez auf resistente amerikanische Veredlungsunterlagen gepfropft.

Als klassische Sherry-Rebe gilt die Palomino Rebe und somit werden die meisten Sherrys zu 100 % aus der Palomino Rebe produziert. Für den Export können sie allerdings mit Pedro Ximénez gesüßt werden, der Hauptsorte aus der Nachbarregion Montilla - Moriles, dem einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten mit ähnlichen Weinen und ähnlicher Qualität.




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