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Olivenölkultur


von Mike Steinhauer
07.05.2004, aktualisiert am 07.05.2004, 08:53 Uhr


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Der Olivenbaum kam vor mehr als 3000 Jahren in den Mittelmeerraum, wo seine Früchte zuerst in Griechenland und auf Kreta gezüchtet wurden. Heute stammt von dort die bekannte Olivenölsorte "Olea europaea".

Aus Andalusien wurde das Olivenöl schon vor der Römerzeit in andere Länder am Mittelmeer exportiert. 1872 fand der Archäologe Heinrich Dressel heraus, dass der 50 Meter hohe Monte Testaccio am Ufer des Tibers aus alten Olivenölfässern besteht. Diese Entdeckung sollte als Beweis dienen, das Olivenöl aus römischen Provinz Baetica, dem heutigen Andalusien, in die Hauptstadt des Reiches transportiert wurde.
Angeblich sollen es 40 Millionen Tongefässe sein, aus denen der Monte Testaccio besteht. Diese sollen zudem noch die genaue Bezeichnung der Erzeuger, des Produktionsjahres und der Qualität des Öles tragen.

Die Römer kultivierten den Olivenbaum in Ihren Provinzen, so auch in Andalusien und nutzten sein Erzeugnis als wichtigstes Handelsgut. Unter islamischer Herrschaft entwickelte sich der Olivenbaum weiter und wurde zum tragenden Zweig der Landwirtschaft.

Spanien entwickelte sich zum grössten europäischen Olivenölproduzenten, mit gut 215 Millionen Olivenbäumen auf einer Anbaufläche von zwei Millionen Hektar Land. Mit einem Anteil von 60 Prozent ist Andalusien das grösste Anbaugebiet in Spanien, besonderes in den Provinzen Jaén und Córdoba.
Die wichtigsten Olivensorten für die Ölproduktion sind in Jaén die Picual, mit über 90 Prozent der Anbaufläche. In Córdoba sind die wichtigsten Sorten Picuda und Hojiblanca.




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