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| Andalusien Startseite > Ratgeber > Kultur & Veranstaltungen > Itálica bei Sevilla – römische Ausgrabungen in Andalusien | Donnerstag, 09.09.2010 | |||||||||||||
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Itálica bei Sevilla – römische Ausgrabungen in Andalusienvon GeoTOURa GmbH 08.09.2009, aktualisiert am 09.09.2009, 14:52 Uhr Stimmenanzahl: 1 - Durchschnittliche Wertung: 4.00 ( )Die Ruinenstadt, eine ehemals römische Kolonie in der Nähe des Ortes Santiponce, war die erste dauerhafte römische Siedlung im Süden der Halbinsel. Sie wurde 206 v. Chr. für die Veteranen des 2. Punischen Krieges von P. C. Scipio Africanus gegründet. Hier wurden die beiden römischen Kaiser Trajan (53 n. Chr.) und Hadrian (76 n. Chr.) geboren. In das 2. Jh. n. Chr. fällt der wirtschaftliche und städtebauliche Höhepunkt: Itálica wurde municipium. Die Stadt verfiel in der Zeit der Völkerwanderung im 5. Jh. und weiterhin auch bis zum Einbruch der Araber. Die Ruinen wurden in der Folge für die Bauten in Sevilla weiterverwendet.
Die Straßen zeichnen sich durch ihre große Breite und die in Säulengängen verlaufenden Gehsteige aus. Noch heute sind der Steinplattenbelag und die Randsteine der Straßen, sowie die Pfeiler der Säulengänge zu sehen. Die Linienführung des Straßennetzes ist orthogonal, d. h. dass die Straßen im Winkel aufeinander treffen und rechtwinklige Blocks verschiedener Größe bilden. Diese beherbergen eine Reihe von Wohnhäusern, an denen insbesondere die reichhaltigen und verschiedenartigen Bodenbeläge (Mosaike) bemerkenswert sind, deren dekorative Motive und Repertoires einem Großteil der dem Besucher zugänglichen Gebäude ihren Namen gaben (casa de los pájaros - mit mehr als 30 dargestellten Vogelarten, casa del planetario - mit 7 planetarischen Gottheiten, Gebäude des Neptun- und des Labyrinthmosaiks). Kaiser Hadrian stattete die Stadt mit einer Wasserversorgung und einem Kanalisationsnetz aus. Das fließende Wasser wurde über ein Äquadukt zu den Zisternen geleitet, von wo aus die öffentlichen Brunnen und Hauptgebäude, wie die Thermalanlagen, mit Wasser versorgt wurden und zwar stets durch ein Rohrleitungsnetz aus Blei. Der Städtebau bekundet sich durch seine monumentalen, öffentlichen und halböffentlichen Gebäude und einer Art Wohnhaus, das wegen seiner Ausmaße und der zur Errichtung verwendeten Materialien die Merkmale einer Residenz trug, in der wahrscheinlich die politischen und wirtschaftlichen Eliten wohnten. Abgesehen von der Bevölkerung, die sich als Dienstpersonal der angesehenen Persönlichkeiten im Wohngebiet niederließ, bewohnte die übrige Einwohnerschaft mehrgeschossige Gebäude in der prähadrianischen Stadt. Das Amphitheater gehört mit seinen Ausmaßen zu den größten des römischen Reiches und hatte ein Fassungsvermögen von 20 - 25.000 Plätzen. Der Aufbau: ovaler Grundriss, einer Fläche zur Abhaltung von Schauspielen, der Arena und Zuschauerränge, die in 3 Ebenen unterteilt sind, welche durch ringförmige Gänge voneinander getrennt sind. Darüber hinaus eine unterirdische Grube, zur Unterbringung der Tiere und Gerätschaften. Die Zuschauerränge des Theaters (im Ortskern vonSantiponce) boten etwa 3000 Personen Platz und waren in einem Halbrund um einen zentralen Platz angeordnet, der orchestra genannt und von der Bühne begrenzt wird. Die Bühne schließt mit einer großflächigen Fassade ab, die als Hintergrund des Bühnenraums dient. Dahinter erstreckt sich ein großer, von Säulengängen gesäumter Platz, der zur Aufnahme der Zuschauer in den Pausen der szenischen Darbietungen bestimmt war. Thermalgebäude: dienten neben einem Bad auch einem Spaziergang. Hier wurde gelesen, Geschäfte abgeschlossen oder Sport getrieben. Der traditionelle Aufbau weist neben den Nebenräumlichkeiten wie Bibliotheken, Versammlungssäle,…üblicherweise Umkleideräume, Latrinen, Kampfplatz für Leibesübungen, kühle, lauwarme und warme Säle mit Schwimmbecken auf. In Itálica gab es mehrere Thermalbäder. Andalusien-Reiseangebote und ausführliche landeskundliche Informationen finden sich bei Geotoura – dem Andalusien-Spezialisten unter: www.geotoura.com GeoTOURa GmbH; Tel.: 06221-4309557; Fax: 06221-653951; Mail: info@geotoura.com Kommentare zu diesem ArtikelZu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben
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